Wann ist aufgeben sinnvoll?

20.09.2017 von Anne-Kathrin Koch

Sicherlich kennst du sie: diese Momente im Leben, in denen wir am liebsten alles hin werfen möchten: Vielleicht ist es der Job, vielleicht die Beziehung, vielleicht die Familie oder sogar die Kinder. Vielleicht sind es Projekte, Lebensziele oder persönliche Träume. Und dabei stellt sich natürlich die Frage: wann ist aufgeben sinnvoll? Wann ist der richtige Moment dafür?

In meiner Erfahrung als Therapeutin und Coach sowie als Freundin und Mensch sehe und erlebe ich immer wieder, dass Menschen viel zu früh aufgeben, einfach, weil sie es nicht besser wissen, verzweifelt sind, oder einfach keine Lösung sehen.

Daher lass mich dir zuerst zwei Punkte aufzeigen, wann aufgeben NICHT sinnvoll ist. Diese Gedanken sind inspiriert von dem Autor und Blogger Seth Godin.

Zum einen: es macht keinen Sinn, aufzugeben, bevor du überhaupt angefangen hast. Erscheint logisch, dennoch ist es eine beliebte Falle.
Hier ist ein Beispiel, was ich damit meine:
In einem Moment kühner Begeisterung hast du die Idee, die Welt zu Umsegeln. Du malst dir aus, wie frei du dich fühlen würdest, und wie dein Herz jubeln würde, weil du endlich seinen Traum gefolgt bist.

Im nächsten Moment meldet sich dein Verstand: das ist doch absurd, wie soll das überhaupt gehen, das kannst du doch nicht machen, das ist unvernünftig, was denken denn die anderen, du wirst doch hier gebraucht.

Und bevor du deinen kühnen Gedanken genauer durchdacht, die Details untersucht, Fakten gesammelt und Realitäts-Check gemacht hast, also bevor du eigentlich angefangen hast, hast du bereits wieder aufgegeben.
Viele Träume zerplatzen an dieser Stelle.


Der zweite ungünstige Zeitpunkt, um aufzugeben ist, wenn du bereits mitten drin bist, zum Beispiel in einer Beziehung oder im Beruf, aber es gerade schwierig ist.

Natürlich mögen wir es lieber, wenn es leicht geht. Und wenn es etwas schwerer oder mühsam wird, sind wir geneigt, die Flinte ins Korn zu werfen.
Wir stellen also die Frage: "Soll ich aufgeben?" in der Hoffnung, Erlaubnis zur Erleichterung und Beruhigung unseres Gewissens zu bekommen.


In jedem Unterfangen gibt es schwierige Phasen. Das sind die Zeiten, in denen wir entweder zu früh aufgeben
oder an der Herausforderung wachsen.

Natürlich können wir in solchen Momenten aufgeben, aber aufgrund meiner persönlichen und professionellen Erfahrung weiß ich, dass es uns nicht zufrieden stellt, und die leise Stimme des Zweifels bleibt.

Die Erfahrung zeigt: Solange du dir die Frage stellst, ob du aufgeben sollst, lautet die Antwort in der Regel: Nein.
Solange Zweifel da sind, gibt es noch etwas zu lernen, zu regeln, und über dich hinaus zu wachsen.


Denn wenn es wirklich an der Zeit ist, "aufzugeben", die Beziehung oder den Job zu verlassen, stellt der Kopf keine Fragen mehr, sondern dein Herz weiß!
In deinem Herzen weißt du dann, dass du alles gegeben hast, dass es vollständig ist, alles gesagt und alles getan. Du weißt, dass es Zeit ist, weiter zu gehen.

In diesem WISSEN gibt es keine Fragen, keine Zweifel, keine Schuldgefühle, und keinen Hauch von Versagen, sondern nur das Wissen und die Gewissheit, dass es gut ist. Du fühlst dich frei und verbunden, und auch für den anderen ist es kein Problem, egal, wie die Form aussieht.

Und wenn du gehst, blickst du nicht mehr zurück, sondern nur nach vorne. Und dann weißt du, dass es der richtige Zeitpunkt war.



Wenn es im Moment in deinem Leben eine Stelle gibt, an der du überlegst, aufzugeben, lade ich dich ein, in dich hinein zu spüren: Stellt der Kopf noch die Fragen? Oder sagt dir dein Herz bereits die Antwort?



Ich wünsche dir den Mut, dich in die Bereiche hinein zu geben und neu zu engagieren, die noch nicht vollständig sind.

Gleichzeitig wünsche ich dir den Mut, an den Stellen, die vollständig sind, dem Wissen und der Weisheit deines Herzens zu folgen und danach zu handeln.


Alles Liebe,
Anne-Kathrin

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