Wenn du dich selbt nicht leiden kannst

14.03.2018 von Anne-Kathrin Koch

Heute teile ich wieder eine kleine Erfahrung aus meinem Leben. Und wenn auch du mit Selbstzweifeln, Scham oder Selbstangriff zu tun hast und darüber hinauskommen möchtest, ist dieser Blog für dich :-)

 

Ich hatte diesem Projekt zugestimmt. Und ich hatte mich natürlich vorbereitet. Ich wusste sogar auswendig, was ich wann und wie der mir anvertrauten Gruppe vorstellen und sie hindurch führen würde.

Dennoch war ich - wie immer, wenn etwas neu ist - ziemlich aufgeregt.

Doch es lief gut. Ok, ich hätte ein paar Minuten länger machen können und dieser eine Moment, als mein Humor und meine Schnauze mit mir durchging, war für eine Person vielleicht nicht ganz so angenehm, aber ok, wir hatten Spaß und gleichzeitig gab es Erkenntnisse und Begeisterung, und sogar Lob.

Beschwingt ging ich zu meinem Auto, als SIE auftauchten: die Gefühle von Scham und die Gedanken des Selbstangriffs:


Was muss ich auch immer so quirlig sein. Ich bin doch sowieso schon Exot. Muss ich das auch noch gleich beim ersten Mal zeigen?
Und musste dieser eine Gag über die menschliche Psychologie wirklich sein? War ich nicht eigentlich unsensibel? Wieso kann ich nicht erstmal nachdenken, bevor die Worte aus meinem Mund purzeln.
Und außerdem, bin ich manchmal arrogant mit meiner direkten Art? Ein bisschen mehr Diplomatie und mich im Zaum halten wäre vielleicht angebracht.


Aaaaaahhhh! Sie hatten mich gepackt. Und ich konnte mich selbst nicht leiden...

Nun bin ich ja darin geübt, immer wieder zur Transformation und zu meiner Handlungsfähigkeit zurück zu finden.

Also erinnerte ich mich an zwei Dinge, und ich möchte sie mit dir teilen, so dass auch du für jetzt oder beim nächsten Mal Werkzeuge hast, um dich aus deinem Selbstangriff rauszuholen.



  • Zum einen: prüfe, wann diese Gedanken und Gefühle auftauchen:
    Melden sie sich zu Wort, NACHDEM du etwas gewagt hattest? Nachdem du deine bisherige Komfort-Zone überschritten hast? Nachdem du dich auf eine neue Art oder vor anderen Leuten gezeigt hast?

    Wenn du das als solches erkennst - und so war es auch in meinem Fall - wisse: das ist normal!

    Jedesmal, wenn wir unsere hinderlichen Begrenzungen sprengen, meldet sich anschließend unser Ego, in dem Versuch, uns wieder klein zu machen und zurück ins Kämmerlein zu drängen.

    Je lauter es schreit und sich anstrengt, umso größer war dein Fortschritt. Denn hättest du nichts gewagt und wärst über dich hinaus gewachsen, müsste es nicht versuchen, dich wieder in die gewohnten Bahnen zu lenken.

    Daher kannst du stolz sein und einfach weiter atmen, es wird sich dran gewöhnen.

    Diese Bewusstheit setzt dein Erleben in eine größere Perspektive.

 

  • Wenn dein dich-nicht-leiden-können eher Dauerzustand ist oder wenn du allein mit dem eben beschriebenen immer noch geplagt wirst, nutze folgendes (und auch dessen habe ich mich bedient):

    Während unseres Selbstangriffs richten wir den ganzen Fokus nur auf uns und unsere "schlecht-sein". Daher ist das Gegenmittel, unsere Fokus wieder auf andere zu lenken.

    In dem Moment, in dem es dir so geht, frage dich: wen könntest du unterstützen, zu wem könntest du hinausreichen, wem könntest du aktiv von Herz zu Herz deine Liebe schicken?

    Und wer auch immer dir in den Sinn kommt, gehe dem nach und dann tu's.

    Es geht dabei nicht um den anderen und dass er/sie ein Wrack wäre und deine Hilfe so nötig hätte...

    Nein, in solchen Momenten bist ja du das "Wrack", und DU brauchst Hilfe.  ;-)

    Und mit dem hinausreichen und jemanden unterstützen oder Liebe schicken, hilfst du dir selbst durch diesen Selbstangriff hindurch, und dem anderen hilft's natürlich auch.


Du kannst nicht dich nicht mögen und gleichzeitig jemand anderen lieben.

Also, was willst du?

Manchmal ist der Selbstangriff so stark, dass wir mehrere Menschen brauchen, die wir lieben können, bis es uns wieder besser geht.
Daher bleibe dran, bis es wirklich gut ist.

Dir wird in solchen Momenten nicht der Sinn danach stehen, und du wirst gegen deinen Instinkt gehen, doch diese Strategien funktionieren und greifen, wenn du sie greifst und nutzt.

Doch, wie immer, glaub mir kein Wort, ABER teste es! Erst dann merkst du, dass es funktioniert.


Waren meine heutigen Gedanken hilfreich für dich? Dann teile bitte diesen Blog mit deinen Freunden und Bekannten, dass auch sie Anregungen finden und sich zur Selbstliebe zurückbringen können.

Alles Liebe,
Anne-Kathrin

« Zurück


P.S.: Wenn dir dieser Blog gefallen hat, dann leite ihn bitte weiter und teile ihn mit deinen Freunden!

« Warum (und wielange) dir immer wieder die gleichen Herausforderungen begegnen Ein Kommunikations-Tipp, mit dem du Streit vermeidest »

Erhalte meine Blogs per E-Mail

Danke für dein Interesse!

Profitiere von praktischen Infos und Beziehungs-Tipps – kostenlos per E-Mail.





Newsletter*